| WORKSHOPS - DGIB Tagung 2009 | www.dgib.net |
| Eine
Teilnahme ist an zwei Workshops möglich. Alle Workshops finden zweimal
statt. Bitte auf der Anmeldung eintragen. |
|
|
NR
1: „Wie ich dir - so ich mir!“ Ziel
des Workshops ist es, Möglichkeiten zu entwickeln, das eigene Befinden während
der Therapie zu regulieren, zu verbessern und damit auch in der Arbeit
effektiver zu werden. Dies geschieht über die absichtsvolle Lenkung der
Aufmerksamkeit auf den aktuellen Moment, und die daraus entstehenden
Entscheidungen und eventuell notwendigen Korrekturen. Renate
Neddermeyer, Wiesbaden
|
NR
5: Bewegende
Geschichten – berührende Geschichten: Integrative Leib- und
Bewegungstherapie mit von Folter und Krieg betroffenen Menschen Ausgehend
von Lebensgeschichten von Menschen, die von Folter und Krieg betroffen
sind, wird bewegungs- und körpertherapeutische Ressourcenarbeit
vorgestellt. Dabei steht der „bottom up approach“ im Vordergrund. Der
erste Teil steht im Zeichen der Bewegung. Wir arbeiten mit
Wahrnehmungs- und strukturierten Bewegungsübungen
funktional-erlebnisorientiert. Im zweiten Teil probieren wir Techniken
aus, die mit Berührung arbeiten. Wir tauschen uns über Erfahrungen aus,
die wir dabei machen und diskutieren den Praxistransfer. Annelies
Jordi, Bern
|
|
NR
2: IBT
in der Behandlung von Angststörungen Wir schauen uns Erklärungsmodelle von Angststörungen an – aus neurobiologischer, psychologischer und leibtheoretischer Sicht. Wir versuchen, Erlebnismuster von Angst spielerisch nachzuvollziehen, indem wir Angstzustände verkörpern: in Haltung, Atmung, Bewegung und Beziehung zur Umwelt. Wir probieren aus, wie wir uns aus den Angstmustern wieder hinausbewegen können. Angebote, die in der Zusammenarbeit mit Angstbetroffenen entstanden, können durchgespielt werden. Bei Bedarf werden Fallbeispiele und Praxisprobleme besprochen.
|
NR
6: Die symbolische Bedeutung des Körpersymptoms Zur
Behandlung psychogener Bewegungsstörungen mit Konzentrativer
Bewegungstherapie in der psychosomatischen Klinik. Wir werden verschiedene
Standpunkte leibhaftig erproben. Dabei werden wir die Aspekte des
Tagungsthemas praktisch erkunden und dann zusammen theoretisch
reflektieren. Der
störungsspezifische und der ressourcenorientierte Standpunkt werden am
Beispiel der Behandlung von Patienten mit psychogenen Bewegungsstörungen
illustriert. Einige Ergebnisse zur Evidenzbasierung der klinischen
Leib- und Bewegungstherapie werden am Beispiel von Forschungsergebnissen
aus der Konzentrativen Bewegungstherapie erläutert.
|
NR 3: Workshop
IBT bei Anorexia und Bulimia nervosa
AN
und BN sind Erkrankungen, die sich über den Körper ausdrücken, denen
aber komplexe biopsychosoziale Ursachen zugrunde liegen. Sinnvolle
Behandlung manipuliert daher nicht nur an der Funktion des Körpers oder
am Gewicht, sondern muss den Menschen in seiner Gesamtheit, mit all seinen
Gefühlen, Empfindungen, geistigen und sozialen Aktivitäten und Bezügen
erreichen. Im
Workshop sollen die relevanten Charakteristika des Störungsbildes, Erklärungsmodelle
sowie die therapeutisch relevanten Kernthemen vermittelt werden;
Wesentliche Bausteine der Behandlung von Essstörungen sollen erarbeitet
und in praktischen Übungsangeboten erlebt werden. Uta
Schaumann, Graz
|
NR 7:
Ist Aggression böse? Vom aktiven Umgang mit Aggression
Der
differenzierte Umgang mit Aggression und Gewalt ermöglicht die
Regulierung dieser Emotion und des Verhaltens. Wo ist die Grenze zwischen
destruktivem Verhalten und vitalem Kämpfen?
Die Auseinandersetzung mit Angst und Aggression über Bewegung und
verbunden mit leiblicher
Erfahrung ist vor allem bei der Begleitung von Gewaltopfern wie auch als
Prävention notwendig. Annäherung an das Thema mit übungs- und
erlebniszentrierte Modalität der IBT und Techniken aus dem Qi Gong. Auguste
Reichel, St. Pölten
|
NR 4: Integrative Körperpsychotherapie - Selbstregulation und frühkindliche StörungenDas
Aktivieren von selbstregulativen Prozessen spielt in der Körperpsychotherapie
eine zentrale Rolle, denn wenn sie beim Patienten/in wieder in Gang
gesetzt sind, hat er/sie einen großen Schritt in Richtung Gesundheit
gemacht. In der Geschichte der Körperpsychotherapie hat der Begriff der
Selbstregulation eine reichhaltige Tradition, bereits ihr Pionier W. Reich
sprach von Selbststeuerung. In der neoreichianischen Weiterentwicklung der
Körperpsychotherapie ist besonders das biodynamische selbstregulative
Konzept des „Emotional-vasomotorischen Kreislaufs“ zu erwähnen,
wonach sich die Affektregulierung sowohl psychisch als auch muskulär und
vegetativ vollzieht. Die moderne Entwicklungspsychologie, insbesondere die
Säuglingsforschung (D. Stern u.a.),
hat auf überzeugender empirischer Basis herausgearbeitet, dass das
Selbst immer ein „self-with-other“ ist. Selbstregulation ist von daher
sowohl ein individueller als auch ein interaktiver Prozess. G. Downing hat
mit seinen Konzepten von den „affekt-motorischen Schemata“ und den körperlichen
Mikropraktiken die Ergebnisse der Säuglingsforschung für die Körperpsychotherapie
fruchtbar gemacht. In diesem Workshop soll ausschnitthaft verdeutlicht werden, wie die Dialektik von Beziehungs- und Körperarbeit in der Integrativen Körperpsychotherapie bei Frühstörungen erfolgt. Dabei werden sowohl Erkenntnisse und Ergebnisse der körperpsychotherapeutischen Entwicklungslinie als auch der Säuglings-, Bindungs- und Gehirnforschung integriert. Manfred
Thielen, Berlin
|
NR 8: Schmerzbewältigungstraining
Chronische Schmerzen
bekommen aufgrund ihres hohen Kostenaufwandes zunehmend mehr Bedeutung für
unser Gesundheitssystem. Langfristige ambulante Therapieangebote, die auf
die speziellen Bedürfnisse der Patienten eingehen, gibt es nur selten.
Der Workshop soll daher auf der Grundlage der Neurophysiologie der
Schmerzverarbeitung Möglichkeiten aufzeigen, eine übungszentriert-funktionale
Bewegungstherapie mit erlebniszentriert-agogischen Anteilen durchzuführen.
Hierbei wird auf eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis wert gelegt. Hermann Ludwig, Köln |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|